Galvanotechnik - Chemisch Nickel

Chemisch Nickel ist ein Autokatalytisches, Außen stromloses Verfahren bei einer Bearbeitungstemperatur von 83 °C – 87°C, das hauptsächlich im Maschinenbaubereich Verwendung findet.

Chemisch Nickel dient vorwiegend dem Korrosionsschutz von Teilen aus Stahl. In einem Elektrolyt wird die Nickelschicht galvanisch auf das Werkstück abgeschieden. Der Elektrolyt kann beim Vernickeln unterschiedlich zusammengesetzt sein und eine Temperatur zwischen 50 und 60 °C haben. Die Schicht beim Vernickeln besitzt ein weißes, silberähnliches Aussehen mit einem gelben Schein. Nickelschichten sind diamagnetisch. Bis ungefähr 1930 wurden Autoteile mit Kupfer und einer Nickelschicht versehen. Da aber Nickel unter den Umweltbedingungen "anläuft", setzte sich danach die Kombinationsschicht Kupfer + Nickel + Chrom allmählich durch.

ESP Südeloxal Galvanotechnik - chemisch Nickel

Chemisch Nickelprogramm

Verfahren
Chemisch Nickel

maximale Bauteilgröße
Länge - Breite - Tiefe
2200  -  300  -  1000mm

Grundmaterial Stahl

Chemisch Vernickeln

Chemische Nickelschichten haben den Vorteil, daß auf den beschichteten Bauteil eine gleichmäßige Nickelschicht abgeschieden wird.

Der mitabgeschiedene Phosphoranteil beträgt 5,5-9% und ist maßgebend für die Schichteigenschaften.

Vorteile

+ erfüllt die Richtlinien der EU Altautoverordnung und ROHS
+ gleichmäßige Schichtverteilung
+ gute Lötfähigkeit
+ gute Schweißbarkeit
+ Schicht ist halbglänzend und magnetisch.
+ gute Korrosionsbeständigkeit bei ausreichender Schichtdicke

ESP Südeloxal Galvanotechnik: chemisch Nickel

Vernickeln wird angewendet für:

Leuchter, Armaturen, Gehäuse, Motorradrahmen (komplett). Die Anwendun ist unverzichtbar als Zwischenschicht bei der dekorativen Verchromung.
Als dekorative Korrosionsschicht hat das Vernickeln, trotz relativ häufig auftretender Nickelallergien, noch heute eine hohe Bedeutung, z.B. in der optischen Industrie. Essbestecke oder Reißverschlüsse mit einer Nickelschicht sind dagegen immer weniger zu finden.